Gynäkomastie
Im Folgenden können Sie sich über die Möglichkeiten der plastisch-chirurgischen Korrektur bei vergrößerter männlicher Brustdrüse (Gynäkomastie) informieren. Sie haben, wenn Sie eine operative Behandlung in Erwägung ziehen, sicherlich eine ganze Reihe von Fragen. In den folgenden Erläuterungen wird Ihnen das operative Verfahren der Brustkorrektur bei Gynäkomastie prinzipiell erläutert. Zusätzlich werden Ihnen wesentliche Aspekte rund um die Operation erklärt. Da dieser Text sehr allgemein gehalten ist, werden Ihnen ausschließlich grundsätzliche Informationen gegeben, die Sie vor der individuellen Behandlung in das Thema einführen werden. Die eingehende Beratung durch mich als Ärztin Ihres Vertrauens kann und soll sie selbstverständlich nicht ersetzen.
Wie finde ich den geeigneten Arzt?Als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurge verfüge ich über die richtige Ausbildung und langjährige Praxis sämtlicher Methoden und Techniken der Brustkorrektur. Schon im Vorfeld , bei Beratung und Aufklärung sowie der Wahl des für Sie bestgeeigneten Verfahrens, sind dieses spezielle Können und große Erfahrung als Grundlagen für ein optimales Ergebnis entscheidend wichtig. Wesentlich ist auch, dass Sie Vertrauen zu mir als Ihrer behandelnden Ärztin aufbauen können, da dies die unabdingbare Basis für eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient bildet. Ihrerseits ist es wichtig, sich klar zu machen, welche Veränderung Sie von der Behandlung erwarten.
Die typischen Probleme - und ihre LösungBei der Gynäkomastie ist die männliche Brustdrüse vergrößert ähnlich einer weiblichen Brust. Meist ist die Veränderung beidseitig, es kann jedo ch auch zu einer einseitigen Gynäkomastie kommen.
Welche Risiken hat eine Brustkorrektur bei Gynäkomastie?Wenn Ihre Operation von einem erfahrenen, qualifizierten Plastischen Chirurgen vorgenommen wird, sind Komplikationen selten und in der Regel für ein dauerhaft gutes Ergebnis unbedeutend. Dennoch gibt es bei jeder Operation allgemeine Risiken, die durch die Operation selbst bedingt sind, und spezifische Komplikationen, die mit der Eigenheit des Eingriffs verbunden sind. Vor der Operation die Information!Vor jeder ärztlichen Behandlung steht eine umfassende Aufklärung des Patienten über den geplanten Eingriff und seine Risiken durch den behandelnden Arzt. Es kann für Sie hilfreich sein, sich Ihre Fragen vorher zu notieren. Scheuen Sie sich nicht, alles zu fragen, was Sie interessiert. Informieren Sie sich, gegebenenfalls telefonisch oder bei einem weiteren Vorbesprechungstermin, wenn Probleme offen geblieben sind.Die Einverständniserklärung dokumentiert Namen und Geburtsdatum des Patienten (sowie des Erziehungsberechtigten, wenn die Volljährigkeit noch nicht erreicht ist), Art der Behandlung und alle angesprochenen Komplikationen. Mit Ihrer Unterschrift wird gewährleistet, dass Sie die entsprechende Aufklärung erhalten haben und mit Ihrer Behandlung oder der Ihres Kindes unter Kenntnis der allgemeinen und besonderen Risiken einverstanden sind.
Was ist vor der Operation zu beachten?Sie sollten gerade vor einem geplanten operativen Eingriff möglichst in optimaler gesamtgesundheitlicher Verfassung sein. Schränken Sie bitte Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, besprechen Sie die Einnahme im Detail mit Ihrem Operateur. Außerdem sollten Sie mindestens sieben Tage vor dem Eingriff kein Aspirin oder aspirinhaltige ähnliche Medikamente einnehmen.
Wo findet die Operation statt?In Abhängigkeit der Ausdehnung des Befundes kann die Brustkorrektur entweder ambulant oder stationär in einer geeigneten plastisch-chirurgischen Klinik, Tagesklinik oder speziell eingerichteten plastisch-chirurgischen Praxis vorgenommen werden.
Wie läuft die Operation ab?Die Operationsdauer beträgt in der Regel eine bis anderthalb Stunden. Größere Eingriffe können im Einzelfall auch länger dauern. Vermehrtes Brustdrüsengewebe wird chirurgisch entfernt. Diese Exzision kann allein oder in Verbindung mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) erfolgen. Über kleine Hautschnitte am Rand oder quer durch die Brustwarze wird das überschüssige Brustdrüsengewebe in Verbindung mit überschüssigem Fett und Haut entfernt. Sind größere Gewebsmengen zu entfernen, sind die Einschnitte in die Haut in der Regel auch ausgedehnter. Wird zusätzlich zur optimalen Konturierung der Brust eine Fettabsaugung vorgenommen, kann die erforderliche Kanüle zur Absaugung von Fettgewebe durch die vorhandenen Hautschnitte oder aber über kleine Schnitte im Bereich der seitlichen Unterbrustfalte oder Achselhöhle eingeführt werden. Wenn vorwiegend eine Formierung von Fettgewebe vorliegt, kann eine Behandlung durch die Fettabsaugung allein angezeigt sein. Die hierfür notwendigen Hautschnitte werden an den zuvor beschriebenen Stellen gesetzt. Im Fall einer Kombinationsbehandlung aus Fettabsaugung und chirurgischer Ausschneidung wird vorzugsweise im ersten Schritt die Saugung erfolgen und im zweiten, darauf folgenden Schritt die Ausschneidung des Restbrustdrüsenkörpers. Unter ständigem Bewegen der schmalen, hohlen Kanüle wird das Fettgewebe gelöst und nachfolgend abgesaugt. Bei dem Vorgang wird von örtlich betäubten Patienten oft ein Vibrieren oder ein Druckgefühl verspürt. Bei sehr ausgeprägter Gynäkomastie kann nach der Korrektur der Fall eintreten, dass die Haut nicht mehr über die neue Brustkontur passt. Dann wird überschüssige Haut entfernt und die verbleibende Haut fest an die neue Brustkontur angelegt. Üblich ist das Einlegen einer Drainage in das Operationsgebiet zum leichteren Abfluss von Wundsekret. Zusätzlich dient die Anlage eines straffen Verbandes zur besseren Fixierung der neuen Gewebskontur der Brust.
Was ist nach der Operation zu beachten?Leichte Schmerzen und ein Ziehen im Wundgebiet sind in den ersten Tagen nach der Operation normal. Solche postoperativen Beschwerden lassen sich durch wirksame Medikamente jedoch gut behandeln. Der Verband sollte selbstverständlich genau gemäß der Anweisung des Arztes getragen werden. Hautnähte werden nach Ablauf von etwa 7 bis 10 Tagen entfernt. Schwellungen und Blutergüsse können am Anfang relativ stark sein. Daher ist es üblich, für eine oder zwei Wochen kontinuierlich und später einige Wochen noch nachts einen elastischen Verband anzulegen. Die Schwellungen gehen in den ersten Wochen meist sehr gut zurück, das endgültige Ergebnis ist allerdings erst nach Ablauf von mindestens drei Monaten zu sehen. An Ihren Arbeitsplatz können Sie in der Regel nach ein bis zwei Tagen zurückkehren, immer vorausgesetzt, Sie fühlen sich bereits fit genug. Anstrengende sportliche Aktivitäten sollten Sie in den ersten drei Wochen meiden. Auch in der Folgezeit sollten Sie zunächst auf Sport verzichten, bei welchem die Brust leicht verletzt werden kann. Sonnenbestrahlung Ihrer Narben sollten Sie sechs Monate lang strikt vermeiden, um die Gefahr von Pigmentstörungen der Haut im Narbenbereich zu bannen. Falls eine Sonnenexposition unvermeidlich ist, sollten Sie Cremes mit maximalem Lichtschutzfaktor verwenden.
Ihr neues AussehenBei richtiger Indikationsstellung und realistischer Erwartung sind die allermeisten Patienten sehr zufrieden und glücklich mit der maskulinen Brustkontur als Ergebnis der Operation. Das gute Ergebnis ist im Allgemeinen dauerhaft. Die Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes trägt in der Folge auch zu erhöhter Selbstzufriedenheit und gesteigertem Selbstwertgefühl bei.
Kann eine Brustkorrektur bei Gynäkomastie wiederholt werden?In sehr seltenen Fällen kann eine Gynäkomastie wieder auftreten. Dann ist es in der Regel kein Problem, die Brustkorrektur zu wiederholen. Regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Plastischen Chirurgen helfen eventuelle Komplikationen frühzeitig aufzudecken und zu behandeln. Falls Probleme auftreten, kann im Einzelfall abgewogen werden, welche korrigierenden Maßnahmen ergriffen werden.
Die KostenfrageDie operative Behandlung der Gynäkomastie dient im Allgemeinen zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes, weshalb die Kosten für die Operation in der Regel von den Krankenversicherungen nicht übernommen werden. In Einzelfällen können beim Nachweis einer zugrunde liegenden Erkrankung die Kosten ganz oder teilweise von der Krankenversicherung getragen werden, daher kann eine Anfrage durchaus sinnvoll sein. |









